Von Zauberpflanzen bis Heilkräuter

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Von Zauberpflanzen bis Heilkräuter

Beitragvon Hexenzeitung Dark Phönix » Sa 26. Aug 2017, 12:58

Von Zauberpflanzen bis Heilkräuter


Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet.
Johann Wolfgang von Goethe 1749 - 1832


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Was dort unscheinbar und zum Ärgernis vieler Menschen am Wegesrand wächst, beweist im Geheimen eine hohe Widerstandskraft
und Heilfähigkeit, hat durchaus seine Berechtigung. Es ist oft nicht mal hübsch, oft bleibt es sogar ganz unentdeckt.
Es sind oft Ruderalpflanzen, wie der Beifuß (Artemisia vulgaris) der in vielen alten und gegenwärtigen Kulturen eine große
spirituelle Rolle spielt, aber auch eine bedeutsame Heilpflanze in der Frauenheilkunde ist.
Aber auch die Brennnessel (Urtica) gehört zu den bekanntesten Ruderalpflanzen. Sie folgt dem Menschen vor allem dort hin,
wo er sie nicht haben will, oder wo er nur noch Brachland zurückgelassen hat!
Die Brennnessel ist eine der ältesten Heilpflanzen der Menschheit. Sie ist sehr gehaltvoll an Nährstoffen und eignet sich deshalb
sehr gut als Wildgemüse. Alle Teile der Pflanze sind nutzbar. Sie dient als Düngemittel, als Lieferant für Textilfasern, als Medizin
für allerlei Leiden und ist eine wichtige Pflanze für die heimische Insektenwelt (Schmetterling).
Eine wesentlich schönere und angenehmere Erinnerung weckt beispielsweise die Brombeere (Rubus sectio Rubus), wo man im
Hochsommer die Zeit beim Anblick der zahlreichen blauschwarzen Früchte vergaß, aber auch die Blätter der Brombeere sind
jung gepflückt als Tee genießbar. Auch wenn sie eine zeitweise schmerzhafte und stachelige Erinnerung hinterlässt, ähnlich der
Brennnessel.
Am Wegesrand begegnet uns aber noch eine Vielzahl von Pflanzen, wie das leuchtend gelbe Johanniskraut (Hypericum perforatum),
was mit seinem sonnigen Gemüt daherkommt und uns über Kummer hinwegtrösten kann. Johanniskraut ist nachweislich für seine
beruhigende Wirkung bekannt und kommt auch bei Depressionen zum Einsatz.
Eine weitere Kostbarkeit am Wegesrand ist die Schafgarbe (Achillea), mit ihren fein gefiederten Blättern und ihre weißen Blüten,
ist sie unverkennbar. Dennoch sollte man im Zweifelsfall, die Pflanze lieber stehen lassen, denn sie sieht dem
Gefleckten Schierling (Conium maculatum) ähnlich, der tödlich giftig ist.
Die Schafgarbe ist ein Kraut der Schönheit, ein Frauenheilkraut, oder aber bei Verdauungsproblemen findet die Schafgabe
Verwendung. Sie ist allerdings auch eine Orakelpflanze, aus ihren Stängel fertigt man das traditionelle chinesische
Schafgarbenorakel I Ging.



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Schafgarben (Achillea)

Was unsere Mütter und Großmütter oft noch wussten, gerät zunehmend in Vergessenheit, auch wenn es heute wieder teilweise in
der Gesellschaft wiederbelebt wird, fehlt oft die Erfahrung und der Bezug zur einzelnen Pflanze. So nutze man den
Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) als starkes Wurmmittel, denn die Erkrankung durch Parasiten war in der damaligen Zeit noch sehr weit
verbreitet. Der Wurmfarn half aber auch äußerlich bei schlecht heilenden Wunden.
Aus Alantwurzel wurde ein heilsames Lungenheilmittel gemacht. Mit Lavendel erstellte man duftende Kräutersäckchen, die nicht nur
Ungeziefer fern hielten, sondern auch für einen angenehmen Schlaf sorgten.
Aus Kümmelsamen, eingelegt in Öl, wurde das Bäuchleinöl (äußerlich angewendet), was dem Säugling bei Koliken half.
Auch Tinkturen aus allerlei Kräutern hatten eine große Bedeutung und fehlten in keiner Hexenküche.
Hildegard von Bingen hatte ein umfangreiches Wissen über Kräuter und setzte Kräuter, sowie Heilpflanzen vor allem in Heilwein an.



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Frauenmantel (Alchemilla)

Der Hexengarten ist kein traditioneller Klostergarten, oder einfach ein Kräuterbeet in den Kräutern speziell kultiviert werden, um
sie sich nur nutzbar zu machen, sondern die Pflanze wird in solchen Gärten, oder der freien Natur ganzheitlich gesehen und so
angewandt. Gekannt und angewandt von heilkundigen Frauen und Hebammen zur jener Zeit.
Der Frauenmantel (Alchemilla) ist ein typisches Frauenheilkraut, wie der Name schon andeutet. Er hilft bei vielen Frauenleiden,
deshalb nannte man den Frauenmantel auch Frauentrost und manchmal sogar Bärenfuß.
Der Frauenmantel trägt den lat. Namen Alchemilla. Was andeutet, das der Frauenmantel eine der Alchemie zugeordnete Pflanze ist.
In der Nacht scheidet der Frauenmantel winzige Wassertröpfen (Guttation) aus den Wasserspalten (passive Hydathoden), an seinen
Blatträndern aus, die sich im kelchartig gelappten Blattkelch sammeln. In der Alchemie ging man davon aus, Gold mit Hilfe von
diesen besonderen Tautropfen herstellen zu können.



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Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)

In anderen Regionen waren es vor allem Hirten, die ihre Pflanzen, sowie deren Heilkraft, kannten und entsprechend heilkundig waren.
Wie beispielsweise das Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris), was blutstillend wirkt. Aber auch milchbildende Kräuter wurden von
Hirten für ihre Tiere verwendet, wie die Geißraute (Galega officinalis), das Wort Galega leitet sich hier von, gála - Milch und
ágein - treiben, ab. Darauf deuten allein schon die Namen der Pflanzen hin, wie Schafgarbe, Hirtentäschel, oder Geißkraut.



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Alant (Inula helenium)

In jenen Garten wachsen sowohl Heilpflanzen, als auch halluzinogene Zauberpflanzen, Beschreikräuter, Weihkräuter,
Räucherpflanzen, oder Orakelpflanzen. Die Grenzen sind oft fließend!
Einer der bekanntesten Zauberpflanzen ist die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna), sie gehört zu den
Nachtschattengewächsen. In ihr wohnen die Hausgeister, nah am Haus gepflanzt. Belladonna bedeutet auch "schöne Frau",
geheimnisvoll, schön und gefährlich!
Bestandteil der sagenumwobenen Flugsalbe und als Amulett getragen soll sie anziehend wirken. Sie fehlte in keinen
Hexengarten. Gefolgt vom Bilsenkraut (Hyoscyamus) und Alraune (Mandragora), benannt nach der altgermanischen Seherin
Albruna, was sich von runen/runa und Alb ableitet, was so viel wie Geheimnisse flüstern/raunen bedeutet. Denn ihre Wurzel
ist in ihrer Form menschenähnlich und ihr sagt man mächtige Zauberkräfte nach.
Der Aronstab (Arum) der in allen Teilen giftig ist, war ebenfalls eine Zauberpflanze. Die Schönheit bringen sollte und böses
abwehrte. So gibt es ein altes Sprichwort, was besagt:
„Zehrwurzelkraut, ich zieh dich in meinen Schuh, ihr Junggesellen, lauft mir alle zu.“
Außerdem glaubte man, dass es der Zauberstab des alten Hohepriesters Aaron war, den er einst in die Erde steckte.



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Aronstab (Arum)

Viele von jenen Pflanzen wachsen im Hexengarten wild und von ganz allein, deshalb sind es vorzugsweise meist heimische
Pflanzen. Auch wussten die alten Kräuterfrauen wann und wie sie zu ernten waren, dies taten sie immer mit großen Respekt der
Pflanze und ihrem feinstofflichen Geist gegenüber. Oft wird sich an den Mondphasen orientiert, oder den Tag und Nachtzeiten.



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Auch der Jahreskreis mit seinen Festen spielt hier eine große Rolle. Man begibt sich in dem Rhythmus der Natur und lässt sich
darauf ganz ein. So werden im Winter beispielsweise die Wurzeln ausgegraben, weil sich die ganze Kraft der Pflanze zur
Winterzeit in die Wurzel zurückzieht.
Zu Jul wurden von den keltischen Druiden Uchelwydd (Mistel) geerntet. Dies wurde laut Überlieferung in weißen Gewändern
und mit einer golden Sichel getan. Die Mistel durfte dabei nicht den Boden berühren, man fing sie in weißen Tüchern auf.
Vermutlich wurde die Mistel deshalb im Winter geerntet, da sie dann gut sichtbar in der Baumkrone war, aber auch die Beere der
Mistel ist im Winter reif. Vorzugsweise wurden Mistel von einer Eiche geholt, da dieser Baum ebenso dem keltischen Volk heilig war.
Auch war die Mistel auf einer Eiche eher selten und deswegen galt sie als besonders kostbar.
Die Mistel (Viscum album) gehört zu den Sandelholzgewächsen und ist in Deutschland streng geschützt. Dennoch ist sie nach wie
vor um Jul in vielen Häusern anzutreffen und hat ihren Platz in den heutigen Kulturen behalten.



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Fingerhut (Digitalis)

Wenn diese Pflanzen und Wildkräuter auch ein großes Potenzial an Heilfähigkeiten haben, haben sie auch eine Bedeutung als
Nahrungspflanzen. Die den Menschen nicht nur in Notzeiten zur Seite standen, wie beispielsweise die Brennnessel, die in allen
Teilen nutzbar ist.
Der Fingerhut (Digitalis) wird heute von der Medizin als Herzmittel eingesetzt. (Keine Selbstbehandlung!)



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Brennnesseln (Urtica)

Das Hexenforum, Schamanenforum, Magieforum, Reikiforum und Esoterikforum Dark Phönix bietet zahlreiche Pflanzenportraits
im Heilkräuterlexikon, ein umfangreiches Wissen und Tipps über den Hexengarten, Kräuter, Mixturen und Zauberpflanzen und
deren Wirkungsbereich.
Im Hexenshop Dark Phönix, dem Esoterik Fachgeschäft bekommt Ihr entsprechende Literatur: Kräuterhexen Bücher

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Autor: Styx in Zusammenarbeit mit dem Autorenteam der Hexenzeitung und Magierzeitung Dark Phönix
Bilder: Copyright Styx und mit freundlicher Genehmigung vom Hexenshop Dark Phönix



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